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Flecht- & Nähwerkzeug



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Starke Verbindungen: Flecht- & Nähwerkzeug für Leder

Im Lederhandwerk ist die Verbindung zweier Lederstücke oft der wichtigste Schritt. Anders als bei Stoff, wo die Nähmaschine dominiert, gilt bei hochwertigem Leder oft: Handarbeit schlägt Maschine. Eine handgenähte Sattlernaht (Saddle Stitch) ist extrem haltbar und reißfest. Ebenso ist das Flechten (Lacing) eine traditionelle Technik, um Kanten dekorativ zu schließen oder Elemente zu verbinden.

In dieser Kategorie finden Sie das spezialisierte Werkzeug, das Sie benötigen, um professionelle Nähte zu ziehen und kunstvolle Flechtungen zu gestalten.

Werkzeug für die klassische Sattlernaht

Wer Leder nähen will, kann nicht einfach Nadel und Faden nehmen. Leder ist widerstandsfähig und benötigt Vorarbeit.

  • Sattlernadeln: Im Gegensatz zu normalen Nähnadeln sind diese oft stumpf. Warum? Weil das Loch im Leder bereits vorgestochen ist. Die stumpfe Nadel gleitet durch das Loch, ohne das Leder oder den Faden versehentlich zu durchstechen.

  • Ahlen (Schwertahlen): Das wichtigste Werkzeug für den traditionellen Sattler. Mit der rautenförmigen Spitze der Schwertahle stechen Sie die Nahtlöcher vor. Die Form sorgt dafür, dass sich die Naht schön schräg legt ("Zick-Zack-Optik").

  • Nahtversenker (Stitching Groover): Dieses Werkzeug schneidet eine kleine Rille in das Leder, in der die Naht versenkt wird. Das schützt den Faden vor Abrieb und sorgt für eine glatte Oberfläche.

  • Markierräder (Prickräder): Damit die Naht gleichmäßig aussieht, markieren Sie mit dem Rädchen den exakten Abstand der Stiche vor dem Nähen.

Werkzeug zum Flechten & Schnüren

Besonders im Western-Stil, bei Mokassins oder an Messerscheiden sind geflochtene Kanten ein echter Hingucker.

  • Flechteisen (Thonging Chisels): Diese Werkzeuge sehen aus wie kleine Gabeln. Sie schlagen mehrere, meist schlitzeartige Löcher gleichzeitig in das Leder. Diese Schlitze sind perfekt auf die Breite von flachen Lederriemen abgestimmt.

  • Flechtnadeln: Diese Spezialnadeln haben oft kein Öhr, sondern ein Gewinde am Ende, in das der flache Lederriemen hineingedreht wird, oder zwei flache Zinken, die den Riemen klemmen (Jumbo-Nadeln). Das ermöglicht das Durchziehen breiter Lederbänder durch enge Schlitze.

Garne & Riemen

Das Werkzeug ist nur so gut wie das Verbindungsmaterial:

  • Wachsgarn (Forellenfaden/Tiger Thread): Extrem reißfestes, geflochtenes Polyestergarn, das gewachst ist. Das Wachs versiegelt das Loch und verhindert, dass das Garn verrottet oder rutscht.

  • Lederbänder (Lace): Für Flechtarbeiten nutzen Sie meist Kalbs- oder Känguruleder-Riemen, da diese trotz ihrer Feinheit enorm reißfest sind.

Profi-Tipp: Der Nähkloben

Auch wenn er hier nicht als Handwerkzeug im engeren Sinne gelistet ist: Ein Nähkloben (Stitching Pony) ist die "dritte Hand" des Lederers. Er klemmt das Werkstück fest, sodass Sie beide Hände frei haben, um mit zwei Nadeln gleichzeitig die Sattlernaht zu führen.

Rüsten Sie sich jetzt aus und schaffen Sie Nähte, die ein Leben lang halten!

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